Valle Maira

09.07.2011

Die Anfahrt war lange und schrecklich. Für 730 km haben wir über 10 Stunden benötigt. Als einzig schöner Punkt kann ich die Fahrt über den St.Gotthardt Pass verbuchen. Auf dem Weg den Pass hinab sind wir sogar über die ganz alte Strecke mit Kopfsteinpflaster gefahren.
Auf dem Rückweg möchte ich unbedingt einen andere Strecke verwenden. San Bernardino steht wohl auch zur Debatte, der Umweg ist nicht gar zu groß.

10.07.2011

Länge: 17,20km
Zeit in Bewegung 5:18 Stunden
Zeit in Ruhe 2:27 Stunden
Start auf 1600m
Aufstieg auf 2000m
dann Abstieg auf 1070m und erneuter Aufstieg auf 1200m

 

 

 

 

Panoramawanderung Valle Maira
Vom Vallone Traversiera über blumenreiche Almwiesen zur Punta Culour (2.068m). Vor uns präsentiert sich die herrliche Bergwelt der Cottischen Alpen.

Schöne, sanfte Wanderung zum Ausprobieren. Schöne Blumenwiesen, Schmetterlinge und Aussichten. Wir haben uns von der Punta Culour nicht zurückfahren lassen, sondern sind in das Tal der Maira abgestiegen und dem Fluß bis Acceglio aufwärts gefolgt. Somit war es im Endeffekt die längste Wanderung mit der Gruppe.

11.07.2011

Zeit in Bewegung 5:50 Stunden
Zeit in Ruhe 2:07 Stunden
Start auf 1646m
Aufstieg auf 2701m
Abstieg auf 1597m

 

 

 

 

Am Grenzgipfel nach Frankreich
Von der Quelle der Maira auf alten Wegen zum Colle delle Munie. Verfallene Stellungen, Gras und Blumen sind über Militärstraßen gewachsen. Die sanfte Steigung läßt Zeit und Luft zum Staunen. Möglichkeit zur Besteigung des Soubeyran (2.701m) mit Blick nach Frankreich und auf die Seealpen.

Von den Quellen der Maira sind wir im steilen Anstieg zum Fuß des Soubeyran. Entgegen der Richtung die in der Beschreibung vorgesehen war. Am Fuß des Berges hat sich die Gruppe getrennt, ein Teil wollte sich die Mühen des Anstiegs auf den Soubeyron nicht machen. Wir hingegen haben die Möglichkeit zum Besteigen des Soubeyran gewählt. Die letzten 200 Höhenmeter waren noch ganz schön heftig, recht steil im Anstieg und speziell im Abstieg. Über steinige und langweilige Militärstraßen sind wir wieder zurück an die Quelle der Maira.

12.07.2011

Die verlassenen Höfe der Bergbauern
Beginn der Wanderung im Dörfchen San Martino (1.431m). Mit etwas Glücktreffen wir auf einen der verbliebenen vier Einwohner. Bis in die Ebene von Cuneo reicht das Panorama am Colle San Giovanni (1.872m). In Serre (einem Ortsteil von Elva) besichtigen wir die Kapelle aus dem 15. Jhdt. mit ihren wundervollen Fresken von Hans Clemer. Rückfahrt auf abenteuerlichen Straßen nach Acceglio.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine kurze und relativ langweilige Wanderung.
In San Martino waren mehr als vier Menschen unterwegs. Viele Stechmücken und Fliegen, gewittriges Wetter. Allerdings auch viele Schmetterlinge. Der Glanzpunkt war am Ende die Kapelle in Serre. Sehr alt, sehr schön bemalt von Hans Clemer und zusätzlich noch mit einer kleinen Fotoausstellung von Porträts des Fotografen Giorgio Burzio aus den 80ern im Valle Maira.

Anschließend waren wir im Ort Serre Essen, ein italienisches Original hat ganz lecker gekocht. Der gute Mann war auch schon häufiger als Koch in Deutschland. Er hat uns Zeitungsberichte gezeigt, nach denen er in Konstanz und in Elzach auf sehr hohem Niveau gekocht hat.
Wir waren früh im Hotel zurück.

13.07.2011


 

 

Regenwetter. Einen Teil der Tour von Tag 7 (Rocca la Meja) gemacht.
Aufstieg zum Paß Passo della Gardetta, danach weiter, das Tal entlang. Von der anderen Seite her scheint der Pass für Fahrräder und sogar Motorräder ein häufiges Ziel zu sein. Siehe entsprechende Einträge beim größten Suchdienst G…..
Zwei Mal in Hütten eingekehrt und Tee getrunken. War bei den Temperaturen und dem Regen dringend notwendig.Die Bewohner der ersten Hütte waren eher unfreundlich, man hat sehr wohl bemerkt, daß wir nur Arbeit bringen. In der zweiten Hütte waren die Gastgeber dagegen sehr freundlich, es gab auch (für Geld) eine Käse, Speck Platte die gut angekommen ist.
Um 14 Uhr wurden wir wieder vom Sherpabus abgeholt.
Abends Spaziergang durch das Dorf Acceglio.

14.07.2011

Zeit in Bewegung 6,24 Stunden
Zeit in Ruhe 2,50 Stunden
Start auf ca.1.800m

 

 

 

 

Die Dolomiten von Cuneo.
Beeindruckend ist die Wanderung rund um den Felsstock des Monte Scarletta (2.840m) zu den schönsten Bergseen des Piemont. Wie Adlerhorste kleben alte Festungen an den Felsen. Abstieg in’s Valle d’Unerzio.

Eine schöne Wanderung. Allerdings ist speziell der erste See (Lago Di Roburent) schon ziemlich stark besucht. Viele (circa 20?) Schulkinder aus Frankreich (?) und eine weitere große Gruppe die bereits im Anmarsch war.

15.07.2011

Zeit in Bewegung 6:20 Stunden
Zeit in Ruhe 2:05 Stunden
Start auf ca 1.900m
Aufstieg auf 2.984m
Abstieg auf 1.614m

 

 

 

 

Im Angesicht des Chambeyron
Der Pass Colle di Rui (2.708m) ist unser Ziel, über ihn gelangen wir ins obere Mairatal. Nichts stört die Ruhe in diesem idyllischen Hochtal – Murmeltiere spielen auf den Bergwiesen. Vor uns die 3.000er an der Grenze zu Frankreich, die Felswände des majestätischen Chambeyron ziehen des Wanderers Blick auf sich.

Die letzte Wanderung mit der Gruppe.
Vom Pass Colle di Rui haben wir den Monte Cervet (2.984m) als Bonus bestiegen. Ziemlich steil, das Ganze. Der Abstieg war genial, man konnte sich auf lockerem Gestein herunter gleiten lassen. Adler gesehen, leider nicht scharf aufs Foto bekommen. Steinböcke gesehen und fotografiert 🙂
Laut GPS Auswertung am Wandertag war der Anstieg nur 974m. Da aber die Daten des Starts bekannt sind und die Höhe der Berge wohl stimmt, gehe ich davon aus, daß die OPS-Map nicht allzu genau ist. Die Auswertung der Daten Zuhause brachte deutlich bessere Ergebnisse zutage.

16.07.2011

Abschied nehmen von den Wandergefährten. Die meisten fahren noch zum Wellness-Urlaub, andere müssen zurück an die Arbeit. Wir haben beschlossen, noch eine Woche zu bleiben.

Die Stadt Dronero besichtigt. Schöne, alte Stadt, aber italienisch viel zu laut und hektisch für mich.

Auf dem Rückweg in Richtung Elva aus dem Mairatal herausgefahren und noch einen kleinen Spaziergang zum fotografieren unternommen.
Viele Schmetterling und Blüten am Wegesrand.
Am späten Nachmittag dann Karten geschrieben und die nächste Wanderung vorbereitet.

17.07.2011

Zeit in Bewegung 6:03 Stunden
Zeit in Ruhe 1:11 Stunden


 

 

Rund um die Rocca la Meja
Regen, Gewitter, Sturm mit gigantischer Windstärke. Man konnte sich richtig in den Wind legen. Alles war nach der Wanderung klatschnass und erschöpft.
Unterwegs auf eine große Gruppe mit Geländewagen gestoßen, die die Wanderwege abfahren.
Außerdem hat es um die Rocca la Meja viele Bunker aus dem Weltkrieg.
Eine Besteigung der Rocca la Meja ohne Führer erscheint mir zu riskant.
Die Beschreibung des Wegs hinauf war nicht sehr hilfreich.
Auch die Abkürzung für Wanderer um nicht von der Rocca La Meja um den Becco Grande zu wandern erschien mir nicht gangbar.
Ein extrem steiler Abstieg über lockeres Geröll…
Also wurde die Tour eben 5km länger.

18.07.2011

Zeit in Bewegung 6:21 Stunden
Zeit in Ruhe 1:53 Stunden


 

 

Unsere Brec de Chambeyron Tour
Sonnig, aber kühl bei 13 Grad. Ziemlich windig. Steil im Anstieg und im Abstieg. Murmeltiere bis auf 10m nahegekommen. Die sind da überhaupt nicht ängstlich. Am Bivacco Barenghi gibt es eine Quelle, die noch Wasser hatte. Vermutlich wird sie im August trocken sein. Ein sehr schöner Platz für das Bivacco. Dort findet sich auch eine Tafel, auf der die Berge mit Namen versehen sind. Endlich konnten wir den Brec de Chambeyron identifizieren.

19.07.2011

Zeit in Bewegung 4:15 Stunden
Zeit in Ruhe 0:41 Stunden


 

 

Im Wald bei Celle di Macra
Und wieder eine Regenwanderung. Fast 5 Stunden bei 12 Grad im Regen rumgelaufen. Der Abstieg im Wald war noch ganz annehmbar. Aber der Aufstieg aus dem Tal in die Höhe war sehr anstrengend. Über 2 Stunden ohne Pause im Regen bergan. Oben mußten wir dann den GTA verlassen und auf einen lokalen Wanderweg ausweichen. Da dieser sehr schlecht angezeichnet war, und das Gras auch sehr hoch stand, haben wir uns ein kleines Stück verlaufen. Am Ende waren wir froh, wieder beim Auto zu sein. Kaum dort angekommen, hörte der Regen auf und die Sonne kam wieder raus – zum verrückt werden!

20.07.2011

Zeit in Bewegung 6:05 Stunden
Zeit in Ruhe 2:01 Stunden


 

 

Abschlusstour bei Acceglio
Am letzten Tag sind wir bei Acceglio auf der Südseite den Berg hochgefahren auf etwa 1.850m. Von dort sind wir Richtung Colle D’Enchiausa (2.740m). Der Aufstieg war schon ziemlich heftig, wir mussten auch am Rande eines Schneefeldes entlang. Oben auf dem Pass lag im Schatten der frischgefallenen Schnee. Das machte den Abstieg dann ziemlich rutschig. Ohne Stock hätte das vermutlich nicht so gut geklappt. Der Abstieg dort ist sehr steil. Dann ging es weiter an den See Lago D’Apsoi, den wir schon mit der Gruppe gesehen haben. Wir ließen den See links liegen, schauten uns die beschriebene Abkürzung kurz an und beschlossen diese nicht zu nehmen. Zu schlecht gespurt, zu steil..
Deshalb stiegen wir weit ab unter die Baumgrenze und sind dann das Tal zum Pass Il Colletto (2.680m) wieder hinauf gewandert. Dort hat uns ein entgegenkommender Wanderer darauf hingewiesen, dass der Aufstieg ziemlich steinig und steil sei. Wie wahr! Die kleinen Steine rutschten bei jedem Schritt nach oben wieder um die Hälfte zurück. Die letzten 250 Höhenmeter waren eine Qual. Der Abstieg auf der anderen Seite war nach den ersten paar Metern dann ganz ok. Unten sind wir über wunderschöne Bergwiesen zurückgewandert zum Auto. Ich kenne meine Grenzen jetzt auf jeden Fall besser.

Auf Grund der Wettervorhersage (Regen für die nächsten Tage) haben wir uns entschlossen 2 Tage früher zurückzufahren. Außerdem wurde es auch schwierig neue Rundtouren zusammenzustellen um jeden Abend wieder an das Auto zurückzukommen 🙂

21.07.2011

Rückfahrt über den Grande San Bernardo nach Basel.
Dort Zwischenhalt, die Stadt ein bißchen besichtigt und eine Kleinigkeit gegessen. Danach weiter nach Hause. Ab Villingen-Schwenningen wieder auf der Autobahn. Eine viel schönere Strecke als die Anfahrt, obwohl wir durch den Tunnel des Sankt Bernhard gefahren sind und nicht über den Paß.