Ost Grönland

Im Juli 2014 bin ich mit Wikinger Reisen nach Ostgrönland gefahren. Aus der Reisebeschreibung:

Reiseverlauf
1. Tag: Flug nach Island
Anreise und Transfer zum Camp in Reykjavik.

2. Tag: Mit Flugzeug und Boot
Nach einem ca. zweistündigen Flug landen wir auf der kleinen Insel Kulusuk. Nach kurzem Fußmarsch zum Hafen geht es mit unseren offenen Motorbooten hinaus auf das Polarmeer – nach ca. 1,5 Stunden
Fahrt empfangen uns die farbenfrohen Holzhäuser von Tasiilaq/Ammassalik am Ufer.

3. Tag: Mit Booten zum Camp
Zwischen tiefblauem Fjordwasser und Schneebergen: Wir schlendern durch das reizvoll gelegene Dorf und erleben das alltägliche Leben der Inuit. Am Mittag nimmt uns ein Boot mit nach Tiniteqilâq, einem
Jägerdorf am Sermilik Fjord (ca. 4 Std).

4. Tag: Jäger am Eisfjord
Unzählige Eisberge ragen rund um das kleine Jägerdorf am Ende der Welt auf! Wir steigen hoch über den vereisten Sermilik-Fjord und bewundern die einzigartige Landschaft.

5. Tag: Blühende Oasen im Eis
Wir wandern zum Lagerplatz am Amitsivartiva Fjord mal am Ufer des Ikasartivaq Fjords, mal oberhalb davon. Blütenteppiche säumen unseren Pfad, denn die tiefen Täler bieten der arktischen
Vegetation Schutz und lassen die Wiesen mitten in der kahlen Bergwelt erblühen.

6. Tag: Auf den Spuren der Inuit
Wildnis pur! Immer am Fjord entlang überqueren wir einige Flüsse und wandern weiter nach Norden. In der Nähe eines Jägerhauses stellen wir unsere Zelte auf, inmitten von Ruinen alter Siedlungen am Ufer des
Sermilik Fjords.

7. Tag: Entlang der Eisküste
Nichts rührt sich, wir wandern in absoluter Einsamkeit, vor uns schimmern Eisberge und Fjordwasser. Die Ruhe und bizarre Eispracht verführen zum Träumen. Unser Ziel heißt heute Siarqigteq.

8. Tag: Nur zum Träumen!
Ruhetag. Wie wärs mit einem Spaziergang in der Umgebung? Oder der Besteigung des Berges bei unserem Zeltlager? Jeder Meter nach oben erschließt uns eine neue Welt mit traumhaftem Ausblick über den
Sermilik-Fjord und endlich auch über das Inlandeis.

9. Tag: Von Fjord zu Fjord
Wir verlassen den Eisfjord in Richtung Osten. Zwischen steilen Felsmassiven, die sich zu einem Idyll mit klarem Wasser ohne Eisschollen öffnen, dem QingertivaqFjord, geht es zum letzten Camp in
arktischer Einsamkeit.

10. Tag: Fjordwanderung
Unsere Wanderung führt uns entlang des Qingertivaq Fjord, wir genießen ein letztes Mal die pure Wildnis.

11. Tag: Zurück nach Tasiilaq
Unser Boot bringt uns nach ca. 6 Std. Fahrt zurück nach Tasiilaq (3 Zeltübernachtungen im Basislager in Tasiilaq/ Ammassalik).

12. -13. Tag: Auf eigene Faust
Gestalten Sie die Tage nach Ihren Vorlieben: Sie können wandern oder fakultativ an einer Bootsfahrt zum Inlandeis teilnehmen, Wale beobachten etc.

14. Tag: Zurück nach Island
Ein Bootstransfer bringt uns zurück nach Kulusuk und wir nehmen Abschied von der einzigartigen Eisinsel. Flug nach Reykjavik und Transfer zum Camp.

15. Tag: Reykjavik
Tag zur freien Verfügung für Ausflüge in und um Reykjavik. Am späten Abend Fahrt zum Flughafen Keflavik.

22.07.2014

Eine gewisse Nervosität ist jetzt vorhanden. Aber ich sitze immerhin schon im ICE nach München. Der Flughafen in München ist echte Provinz, kein Mc Donalds, kein Stroh-Rum, nichts vernünftiges zu Essen – und das bei 3 Stunden Wartezeit.

23.07.2014

Nach Ortszeit um 23:25 angekommen. Der Flughafen ist noch voll und laut, im Gegensatz zu München beim Abflug. So gegen 2 Uhr auf dem Campingplatz. Ich habe glücklich ein Einzelzelt, da es nicht anders aufging. Etwa 2-3 Stunden geschlafen, dann wird es wieder laut. Die Toiletten sind schrecklich. Das ist auf Dauer nichts für mich. In einer Stunde gibt es Frühstück, dann geht es weiter nach Grönland. Frühstück war ganz ok, der Busfahrer allerdings ein bisschen schwach. Er hatte einen kurzen Schwächeanfall und musste erst mal mit Zucker versorgt werden.
Am Flughafen in Rejikjavik wurden wir alle nochmals komplett kontrolliert, bevor es dann mit einer kleinen, zweimotorigen Maschine weiterging. Alles sehr nett und familiär. Wir sind von Island mit einem kleinen Flugzeug rüber geflogen, knapp 2 Stunden. Da wir die Uhr zurückgestellt haben, ist der Tag heute nochmals 2 Stunden länger. An dem kleinen Flughafen KULUSUk haben wir einen Spaziergang unternommen, ca 1 Stunde 15 min da wir auf den Weitertransport warten mussten. Müll, alte Häuser und überall Mücken. Der Gesichtsschutz ist doch ganz angemessen, NO BITE wirkt überhaupt nicht. Mit einem Motorboot über den Fjord in rasender Fahrt, vorbei an Eisbergen – geil, aber auch kalt .
Im Ort Ammassalik liegt überall Müll, der Campingplatz ist nicht so der Hit und die Dixie Toilettenhäuschen sind eine Schweinerei! Die Armut sieht man deutlich – wirklich willkommen kam ich mir im Supermarkt auch nicht vor. Kochen ist nicht, wir werden vom „The Red House“ versorgt. Offene Feuerstellen und Brennmaterial gibt es nicht. Das Abendessen war eine große Enttäuschung für mich. Sehr dünne Suppe mit Mais, ganz wenig Reis und Erbsen und ein halb gegarten Fisch, in Scheiben geschnitten. Teilweise wurde daher vom nächsten Frühstück bereits etwas weggegessen. Für das viele Geld hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet. Ein ganz großes Thema beim Abendessen und auch danach waren die „Buschtoiletten“. Wie, wer, wann bzw. welche Technik, alles wurde sehr breit getreten. Die Mitreisenden haben deutlich mehr Campingerfahrung, das wird noch ein interessantes Abenteuer.

24.07.2014

Morgens 4:45 Uhr, der Schlafsack ist immer noch zu warm. Musste zur Toilette, habe aber mehr als 6 Stunden geschlafen – das ist doch mal ein Anfang. Die Sonne ist zu der Zeit richtig schön, die Mücken sind aber auch schon aktiv.
Spaziergang ins Blumental, vorbei am Friedhof von Ammassalik – schon ein bisschen gespenstisch. Im Blumental selber hat es nur mäßig Blumen, kein Vergleich mit Österreichs Alpen, aber trotz allem schön. Danach noch ein Bier im Hotel, Handy aufladen inklusive. Anschließend Zelte abbauen, verpacken und mit dem Boot nach Tiniteqilaq. Dort alles wieder aus dem Boot ausladen, inklusive etwa 15 Proviantkisten, Wasser holen aus einem Bach in etwa 10 Minuten (1km) Entfernung und sich auch mal kurz waschen. Eines der wichtigen Dinge die ich von Olga gelernt habe: Waschen wird überbewertet.
Abends Nudeln mit Fleisch-Tomatensoße. Das war dann schon deutlich besser. Noch einen Whisky für den Abend, ein paar politisch-soziologischen Diskussionen und ab ins Bett.

25.07.2014

4:00 Uhr morgens fotografieren und das Toilettenloch aufsuchen. Ich war nicht der Einzige, der da dachte, zu dieser Zeit ist es auf der Toilette ruhiger….
Um 7:00 Uhr Kaffee kochen, frühstücken und erneut Wasser holen. Danach ab auf den „Hausberg“. Nur 417 Meter hoch, aber mit komplettem Gepäck als Test doch eine ganz nette Anstrengung. Oben Aussicht genießen und Essen. Dann über das Dorf zurück. Dort im einzigen Supermarkt ein Bier gekauft und am Zeltplatz auch getrunken. Danach die Wärme im Zelt genossen und Postkarten geschrieben. Die 10km und 417 Höhenmeter weglose Strecke mit vollem Gepäck waren doch ganz ordentlich. Also für die weiteren Wanderungen erst mal noch ein bisschen was aus der Fototasche auspacken und auch das Stativ aus dem Rucksack rausnehmen. Das kann das Boot transportieren. Beim Abendessen zum ersten Mal im Leben Walfleisch gegessen. Es war mal ein Minkwal und er schmeckte gut. Das Fleisch ist trocken und kräftig. Danach noch gemeinsame Gespräche beim Whisky, fakultativ Sonnenuntergang auf dem Bergrücken. Ich habe mich für den Whisky entschieden.

26.07.2014

Heute Morgen gab es zunächst mal keine Sonne, Nebel überall – tolle Bilder, aber kalt und nass. Da macht das Zelten kein Spaß. Heute steht die längste Wanderung an: 7 Stunden durchs Gelände. Die Wanderung war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Wir waren mit Pausen über 10 Stunden unterwegs in wirklich schwierigem Terrain. Am Ende, als alle schon kraftlos waren noch 1km direkt an der Wasserlinie des Fjords entlang auf und durch großen und nassen Steinblöcken, die teils sogar mit Seetang überwachsen und dadurch richtig glitschig waren.
Anschließend durfte noch das Boot ausgeladen werden, Küchenzelt, persönliche zelte, Proviant und eigenes Gepäck. Die Zelte wurden dann anschließend auch aufgebaut – ich war an dem Abend ziemlich fertig. Auf dem Campingplatz war es außerdem eiskalt, da er abends auf der Schattenseite liegt und ein eisiger Wind durch das Tal zog. Um 21:30 Uhr bin ich in den Schlafsack, geschlafen habe ich aber lange nicht. Die Menschen haben sich gezeigt auf der Tour, ohne näher darauf eingehen zu wollen.

27.07.2014

Lange liegen geblieben, erst um 6 Uhr aufgestanden, Zähne geputzt und Wasser geholt. Erste Bilder in dem Tal gemacht. Der Nebel lichtet sich, schöne Blumen und Moose. Nur die Anderen stören, die Moose wachsen da, wo sich die Anderen waschen wollen.
Die heutige Wanderung war als leicht angekündigt, nur 5 Stunden und 150 Höhenmeter. Ganz so einfach war es dann doch nicht, Details wird der gpx Track zeigen – aber ca 18km und 450 Höhenmeter waren es. Inklusive einer Bach/Fluss Überquerung mit Gletscherwasser.. maximal knietief, aber die Strömung war gewaltig und das Wasser eiskalt. War also doch ganz schön anstrengen.
Dann wieder Boot ausladen, Zelte aufbauen und das Ganze mit wahnsinnigen Magenschmerzen.
Auch dieser Campingplatz lag wieder am Fjord, mit wunderschöner Aussicht nach Westen. Aber eigentlich wollte ich lieber ein Hotel und eine heiße Dusche…

28.07.2014

Meine Motivation ist so was von dahin. Ich habe ganz schlecht geschlafen, alles ist feucht und klamm und mir tut jeder Muskel weh. Kaffee gibt es erst in 2 Stunden. Die Organisation empfinde ich als „unglücklich“. Mit einem Guide und einem extra Koch wäre alles einfacher.
Das Material versagt auf der Tour: die Schuhe lösen sich auf, meine Hose ist kaputt und ich suche die Motivation fürs Weitermachen. Wenn jetzt jemand da wäre, der mir hilft mein Inneres und die Freude wiederzufinden, wäre das toll.
So sehe ich nur: noch vier Touren, noch 5 oder 6 Nächte im Zelt. Da muss ich mein nächstes Urlaubsprojekt nochmals durchdenken.
Wieder eine Flussdurchquerung, diesmal nicht ganz so kalt. Und Eisbärschutz: Gewehr, Verhaltenshinweise, jetzt kennen wir die Theorie…
Ich habe mich wundgelaufen im Schritt und habe zwei Blasen an den großen Zehen. Dabei kommen die langen Touren noch. Es ist kein Vergleich auf Wegen 8 Stunden zu wandern oder im Gelände.
Abendessen: Spaghetti vegetarisch und für mich viel zu wenig. Aber ein schöner Sonnenuntergang.

29.07.2014

Die heutige Wanderung war ok. Wir haben zwar eine ziemlich heftige und lange Hangquerung gemacht und sind auch noch durch einen größeren Fluss, aber insgesamt war es ganz ok. Rechtzeitig im Lager, Suppe, Tee, am nächsten Tag frei…
Der Campingplatz liegt auch ganz nett, habe mir sogar die Haare gewaschen. Lediglich das Gletscherwasser trägt viel Gesteinsmehl mit sich. Der Tee lässt sich aber trotzdem gut trinken.
Und dann noch ein richtig guter Sonnenuntergang, dass lässt das Herz schon höher schlagen.
Für den nächsten Tag haben wir von unserem Begleit-Inuit 10 Fische gekauft. Die sollen in der Pfanne ausgebacken werden – Ich bin mal gespannt.

30.07.2014

Heute haben wir einen freien Tag. Nach dem Frühstück habe ich mit einem Teammitglied einen Geo-Cache „in der Nähe“ gesucht – und gefunden. 7 km inklusive 2 harmloser Flussüberquerungen gewandert. Danach ein bisschen Körperhygiene, die Blasen neu verbunden und so 🙂 Außerdem habe ich mir einen kleinen Mittagschlaf gegönnt.
Abends wurde der Fisch gebraten, der war richtig lecker. War so eine Art kleiner Lachs bzw. große Forelle. zum Nachtisch gab es sogar noch Vanillepudding und ein paar Blaubeeren – ebenfalls sehr lecker. Da mir kalt war bin ich relativ früh (22 Uhr) zu Bett.

31.07.2014

Auch diese Wanderung war von der Strecke und Schwierigkeit ok. Anstrengend zwar, aber so habe ich es ungefähr erwartet. 6 Stunden, starker Wind, tolle Bilder, ein paar Flussdurchquerungen. Meine Schuhe sind jetzt vollends kaputt, meine Sandalen ebenfalls. Bei einer der Flussdurchquerungen bin ich mit der Sohle an einem Stein hängen geblieben und habe die Verklebung in der Sohle abgerissen. Am Campingplatz angekommen durften wir feststellen, dass einiges von unserm Gepäck feucht geworden ist. Ein kaltes Zeltlager aufgebaut, – der Platz liegt nachmittags im Schatten – gegessen und dabei erfahren, dass der Veranstalter damit gerechnet hat, dass wir ohne Gepäck im Lager sitzen.
Draußen auf dem Meer gab es einen Sturm (der starke Wind den wir beim Wandern hatten) und man ging davon aus, dass unser Begleit-Inuit bei dem Sturm das Gepäck nicht transportiert. Unser Geld für die Fische und das Trinkgeld war wohl gut investiert, unser Inuit hat uns trotz Sturm das Gepäck gebracht.
Mit Suppe, Nudeln und Pudding ein 3 Gänge Menu fabriziert und dabei fast das gesamte Gas verbraucht.

01.08.2014

So gegen 2 Uhr in der Nacht aufgewacht und noch schöne Bilder gemacht. Frühstück um 9 Uhr, unser Boot holt uns wegen des Sturms frühestens um 15 Uhr ab. Faul im Zelt, umpacken, denken, fühlen: Mach ich so was noch mal? Ich weiß es noch nicht. Diskussion warum Männer lieber im Stehen pinkeln und über die Technik mit heruntergelassen Hosen als Mann das Toilettenloch zu treffen und sich dabei nicht nass zu machen. Wenig Verständnis bei ein paar Frauen…
Warten und außer Sichtweite im Stehen pinkeln und „das Loch“ – ohne Sichtschutz in Sichtweite der Zelte – verweigern.
Die Boote kommen erst um 18:30 Uhr. Alles wieder einladen, jetzt sind die Kisten deutlich leichter, dann 2 Stunden Fahrt im Kalten. Anschließend wieder alles ausladen, aufbauen und den Müllgestank ertragen. Schlechtes Essen, kein Bier und um 24 Uhr ins Bett. Noch mehr auszusetzen an dieser Reise.

02.08.2014.

Zum Frühstück hatten wir heute frische Brötchen – Dank an Ulrike! Eine abendliche Diskussion brachte Sie auf die Idee morgens schon die 4 Kilometer zum Bäcker und zurück zu gehen.
Wikinger hat für so was kein Budget, da hätten wir das 2 Wochen alte Kastenbrot essen dürfen.
Wieder in Tasiilaq/Ammassalik, der Müllgestank ist wieder da und die Dixie Klos. Im „The Red House“ sollen wir heute gnädigerweise Duschen dürfen, da die öffentliche Dusche am Wochenende geschlossen ist. Ansonsten will ich eigentlich nur weg, der Campingplatz liegt mir nicht. Wir durften tatsächlich kostenlos duschen, danach waren wir Bier kaufen, Postkarten wegbringen und im Touri-Shop Geschenke einkaufen.
Anschließend bin ich zunächst zurück ins Camp, meinen Foto holen, dann wieder zurück in den Ort, das Museum anschauen, in den Laden Kleinigkeiten zum Essen und trinken kaufen (das Trinkwasser aus dem Kanister ist weit schlechter als aus den Flüssen im Landesinneren) und wieder ins Camp. Mein Navi zeigt über 6km ohne die Strecke vom Vormittag.
Es ist nachmittags kühl, windig aber sonnig, ein Wetterwechsel den ich extrem in den Knien spüre. Man könnte meinen, der Winter naht.

03.08.2014

Das Kreuzfahrtschiff fährt am Sonntag früh um 6:00 Uhr in den Hafen und macht einen riesen Krach. So gegen 9:00 Uhr dann wieder mit frischem Brot gemütlich frühstücken (Danke Steffen!) – so langsam wird es Zeit hier aufzubrechen. Aber wir haben noch einen ganzen Tag Zeit.
Ein bisschen shoppen, Kaffee trinken, nochmals ins Blumental spazieren gehen und Bilder machen. Dort hatte es aber so viele Stechmücken, dass wir auf die Hügelrücken ausgewichen sind.
Danach noch eine Knoblauch Pizza und ab ins Zelt.
Kaum dort angekommen bekamen wir eine Eisbärwarnung, mussten das Zelt verlassen und alle gemeinsam am Kochzelt warten. Eine Eisbärmutter mit 2 Kleinen wurden in 5 km Entfernung gesichtet und haben dort das Camp einer anderen Gruppe durchwühlt. Die andere Gruppe wurde sofort ausgeflogen. jetzt befürchten man, dass die Eisbären in die Ortschaft kommen. Der Müllgestank und die Hunde locken sicher an. irgendwann spät abends wurde beschlossen, dass wir ins Zelt zurückkehren dürfen, auf dem Campingplatz wurde dann eine bewaffnete Wache aufgestellt, die die ganze Nacht Patrouille gelaufen sind. So ganz ruhig habe ich in der Nacht nicht geschlafen, ich lag am dichtesten am Wasser 🙂

04.08.2014

Unser letzter Tag auf Grönland. Regenwolken am Himmel und viele Mücken machen den Abschied leichter. Bereits um 7 Uhr Frühstück, da die erste Gruppe um 8:00 Uhr mit dem Boot nach Kusuluk losfahren musste. Wir sind erst um 10 Uhr dran und warten.
Die Überfahrt war schrecklich, starker Wellengang – habe mich fast erbrochen. Wieder warten, diesmal am Flughafen. Der Flug nach Reykjavik war relativ ruhig, lediglich am Start war der starke Wind im Flieger gut zu spüren.
Mit dem Bus vom Inlandsflughafen zum Campingplatz, dort in Ruhe duschen. Danach 1 Stunde ins Stadtzentrum gelaufen, in eine Tapasbar. Sehr gut, sehr teuer – mir zu wenig im Magen.

1x Tapas mit Bier im Tapas ehf/Reykjavik = 6.990,00 ISK = 45,41 Euro

Danach wieder 1 Stunde zum Campingplatz zurückgelaufen, kurz nach 0 Uhr bin ich dann ins Zelt gekrochen.

05.08.2014

Der Urlaub ist so gut wie zuende. nach dem Frühstück alles einpacken und die Sachen in einem Zelt ablegen. Wir werden erst spät abends zum Flughafen gebracht, haben also noch den ganzen Tag Zeit uns Reykjavik anzuschauen. Ich habe mir zuerst den Botanischen Garten in aller Ruhe angeschaut, erst danach bin ich dann zum Mittagessen in die Stadt.

2 Burger mit 2 Bier im 73 Restaurant/Reykjavik = 6.740,00 ISK = 43,79 Euro

So ganz billig ist Island nicht. Die Stadt selber ist voller Touristen und absolut im Trend. Klamotten, Musik, Kunst alles ist aufstrebend und modern. Die alte Stadt wird immer mehr zurückgebaut, neue Glas- und Stahlpaläste entstehen.
Auf dem Zeltplatz noch ein bisschen lesen, reden und Abschied nehmen. Um 21 Uhr dann zum Flughafen, 22 Uhr dort, Einchecken, Sicherheitskontrolle, wieder warten. um 0:30 ging mein Flieger nach München.

06.08.2014

Um 6:30 Uhr nach einer schlaflosen Nacht in München gelandet. Im Flieger schlafen ist für mich aus Platzgründen nicht möglich.
Zur nächsten S-Bahn, zum nächsten ICE, in Stuttgart nochmals auf die S-Bahn warten, dann um 11:30 zuhause! Essen, Bier trinken und ab ins Bett für ein paar Stunden ruhen.
Nord- und Südgrönland und auch der Westen würden mich noch interessieren, vom Osten habe ich genug gesehen.